| Philippinenreise 1994 - Romblon |
Seite 4 von 8 Wir fahren nach Romblon! Romblon ist die Insel, von der meine Schwiegereltern stammen, und die wollen wir besuchen. Eine Cousine lebt mit Ihrer Familie auch dort. Wir buchen also eine Passage auf einer der Inselfährenund fahren am späten Nachmittag vom North Harbour in Manila weg. Am nächsten Morgen erreichen wir in Odiongan ein tropisches Paradies - grüne Kokospalmen säumen die Küstenlinie an einem glasklaren blauem Meer. Odiongan ist nur eine Zwischenstation, wir steigen eine Insel später aus: Romblon, die Hauptstadt der Insel Romblon in der Provinz Romblon. Die Insel hat keinen Flugplatz, daher gibt es hier keine Touristen (Das hat sich in der Zwischenzeit geändert, hier findet sich eine Tauchbasis in Romblon). Die Stadt besitzt ein kleine Hotel (aus Marmor erbaut, nachdem es auf der Insel Marmorvorkommen gibt), ein kleines spanisches Fort, daneben einen japanischen Bunker und eine spanische Kirche, die von jeder Ecke der Stadt innerhalb von fünf Gehminuten erreichbar ist. Berühmt ist die Kirche für "El Nino", einer kleinen, Wunder wirkenden Statue. Romblon erstreckt sich etwa 10 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und 5 Kilometer von Osten nach Westen. Die Bewohner leben vor allem von der Marmorindustrie, es werden Kacheln, Tischplatten, Aschenbecher und Namensschilder aus dem Stein hergestellt.Die Strände sind mit dem Tricycle erreichbar und bieten kaum Infrastruktur, aber ein sauberes Meer und völlige Ungestörtheit. Ich konnte mir ein Motorrad ausborgen (nachdem Motorräder auf den Philippinen Nutzfahrzeuge sind, hat man einfach den Beiwagen vom Tricycle geschraubt) und bin an einem Vormittag rund um die Insel gefahren, vor allem um den im Reiseführer beschriebenen "alten Leuchtturm" zu besichtigen. Den Leuchtturm bei Apunan Point habe ich gefunden, er ist aber in der Zwischenzeit von einer japanischen Firma erneuert worden. Der Leuchturmwärter hat mich freundlich hereingebeten, und ich durfte auf den Leuchtturm hinaufklettern. Wir wollten uns den langen Heimweg mit der Fähre ersparen und haben ein "Banka" - ein Auslegerboot - gemietet, also ein Auslegerboot, um in ein paar Stunden zur nächsten Insel (Marinduque) mit einem Flugplatz zu gelangen, wo wir noch zwei Nächte in einem Resort verbracht haben. Ein Highlight dort war der Ausflug zu einer vorgelagerten Insel, den der Resortbesitzer für uns organisiert hatte. Wir waren schnorcheln, und haben in einem halben Meter Tiefe ein Korallenriff mit Fischen gesehen, die man nur aus Bildbänden kennt. |
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